Schaubild digitales Lernen

Bitkom unterstützt "DigitalPakt jetzt"

Ein Zusammenschluss aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft hat die Politik aufgefordert, den Weg für den DigitalPakt für Schulen frei zu machen. Der Bund hatte den Bundesländern fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen in Aussicht gestellt. Voraussetzung ist eine Änderung des Grundgesetzes. Diese wird aber von den Bundesländern blockiert, weil sie um ihre Eigenständigkeit in der Bildung fürchten.

Die Initiative „DigitalPakt jetzt“ kritisiert diese Blockadehaltung. „Die Leidtragenden sind die Kinder an Deutschlands Schulen, die im Vergleich zu Schülerinnen und Schülern anderer Nationen schon jetzt abgehängt sind und weiter abgehängt werden“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von der Bundesschülerkonferenz, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Digitalverband Bitkom und weiteren Akteuren.

„Wir brauchen einen dauerhaften Schulterschluss von Bund, Ländern und Kommunen, um das deutsche Bildungssystem endlich ins digitale Zeitalter zu überführen.“ Die vollständige Erklärung ist unter www.digitalpakt-jetzt.de zu finden.

Flächendeckend Smart Schools schaffen

„Unsere Schulen sind bis auf wenige Ausnahmen noch immer analoge Inseln. Unser Ziel muss sein, flächendeckend Smart Schools zu schaffen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Dafür brauche es erstens digitale Infrastruktur, also etwa Breitband, WLAN und aktuelle Endgeräte, zweitens Curricula, die sowohl digitales Lernen als auch digitale Inhalte in den Mittelpunkt stellen, und drittens digitalkompetente Lehrerinnen und Lehrer.

Berg: „Der DigitalPakt ist, so er denn endlich umgesetzt wird, ein wichtiger Schritt. Aber das darf erst der Anfang sein. Wir brauchen mehr Mut in der Bildungspolitik, eine Qualifizierungsoffensive für digitalkompetente Lehrer und einen grundlegenden Kulturwandel an unseren Schulen.“ Die alleinige Bildungshoheit der Bundesländer sei im digitalen Zeitalter nicht mehr zeitgemäß. In einer repräsentativen Bitkom-Umfrage hatten sich dieses Jahr drei von vier Bundesbürgern (73 Prozent) dafür ausgesprochen, die Bildungshoheit von den Bundesländern auf den Bund zu übertragen.

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