Stapel aus Büchern und iPad

Bund und Länder über DigitalPakt Schule einig

Die Zustimmung des Bundesrates am 15. März 2019 zur Grundgesetz-Änderung macht den Weg frei für den DigitalPakt Schule und für Investitionen in flächendeckende moderne digitale Infrastrukturen in Deutschlands Schulen. Bund und Länder haben sich daher parallel zum Gesetzgebungsverfahren auf eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung geeinigt.

Mit der Änderung des Artikels 104c des Grundgesetzes kann der Bund den Ländern Finanzhilfen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der kommunalen Bildungsinfrastruktur gewähren, die wie die Digitalisierung des Bildungswesens gesamtstaatlich besonders bedeutsam sind.

Fünf Milliarden Euro des Bundes und weitere mindestens 500 Millionen Euro der Länder werden in die digitale Infrastruktur der Schulen investiert werden. Zusätzlich sorgen die Länder für die Fortbildung der Lehrkräfte, die Anpassung der Bildungspläne und die Weiterentwicklung des Unterrichts. Zeitgemäßer Unterricht kann dann überall auch auf schnelles WLAN und interaktive Whiteboards zurückgreifen.

Der DigitalPakt Schule ist ein Gewinn für alle Schulen

Über Architektur und Statik des Digitalpaktes waren sich Bund und Länder von Beginn an einig: Der Bund fördert die Infrastruktur. Die Länder sorgen für die inhaltliche Entwicklung. Auf diese Weise leisten Bund und Länder im eigenen Verantwortungsbereich einen unverzichtbaren Beitrag für gute digitale Bildung.

„Der DigitalPakt Schule ist ein Gewinn für alle Schulen dieses Landes. Der Förderalismus zeigt sich handlungsfähig. Neu ist, dass mit dem DigitalPakt neue Wege für digitale Kooperationen auf überregionaler und auf länderübergreifender Ebene geschaffen werden. Das ermöglicht neue strukturbildende Gemeinsamkeiten in der Bildung im gesamten Bundesgebiet […]“ äußert sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek.

Die Digitalisierung der Schulen gelingt, wenn alle Maßnahmen ineinandergreifen 

Die pädagogischen und inhaltlichen Grundlagen für die Umsetzung des DigitalPakts Schule haben die Länder mit der seit zwei Jahren angewandten Strategie der Kultusministerkonferenz (KMK) „Bildung der digitalen Welt“ gelegt. In dieser einigten sich alle Länder auf gemeinsame Ziele für zentrale Handlungsfelder, z. B. Fortbildung der Lehrkräfte und Konzepte für die digitale Infrastruktur an Schulen.

„Die Digitalisierung unserer Schulen gelingt dann am besten, wenn pädagogische Konzepte der Schulen, gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer und die Ausstattung ineinandergreifen“, erklärte der Präsident der KMK, Hessens Kulturminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

Der DigitalPakt Schule ist ein Beispiel dafür, wie Bund und Länder bei einem bildungspolitischen Großprojekt unter Wahrung der Kultushoheit der Länder gut zusammenarbeiten können. Der DigitalPakt Schule ist auf fünf Jahre angelegt. Bund und Länder wenden für die Förderung im DigitalPakt insgesamt 5,5 Milliarden Euro auf.

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