Schüler im digitalen Klassenzimmer

Die Zukunft der Schule ist digital

Wir leben im digitalen Zeitalter. Doch an unseren Schulen ist davon noch nicht viel zu spüren. Zu wenig Computer, schlechte WLAN-Netzwerke, Kreidetafeln. Ende 2016 wurde die „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ präsentiert und den Schulen mit dem „DigitalPakt#D“ fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung in Aussicht gestellt. Höchste Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Beginnen wir mit den Basics. Mit einem WLAN-Netzwerk erhalten Bildungseinrichtungen ein hochverfügbares, störungsfreies, performantes und sicheres Netzwerk, das nach individuellen Anforderungen konzipiert werden kann. So werden die Voraussetzungen geschaffen, um neue pädagogische Konzepte für die Digitalisierung der Bildung erfolgreich umzusetzen.

Mit moderner Netzwerktechnik nutzen Bildungseinrichtungen neue Lehr- und Lernkonzepte und vereinfachen die Organisation und Verwaltung. Auf diese Weise können digitale Medien im Unterricht an jedem Ort, auch ganz spontan, eingesetzt werden.

Darüber hinaus werden mit der Nutzbarkeit von neuen digitalen Inhalten auch eine individuelle Förderung und damit mehr Bildungsgerechtigkeit umsetzbar. Das ist insbesondere im Umgang mit zunehmender sozialer Heterogenität sowie Inklusion und Integration wichtig.

Weitere Vorteile, die ein freies WLAN in Schulen bietet:

  • Verbindung zu zentraler Präsentationstechnik
  • Nutzung von Open Educational Resources (OER)
  • Jederzeit Zugang zum Schulserver
  • Schüler können eigene Geräte für die Web-Recherche nutzen
  • Zeitersparnis und Flexibilität in der Schulorganisation und –verwaltung

Soweit die Theorie. Denn in der Praxis ist der finanzielle Spielraum vieler Kommunen sehr begrenzt, um digitale Konzepte für Bildungseinrichtungen in die Tat umzusetzen. Das ist ein wesentlicher Grund für die bislang geringe Ausstattung von Schulen mit leistungsfähigen WLAN-Netzen.

Die technische Ausstattung der Schulen

Eine Vollausstattung der Schüler mit digitaler Hardware kann derzeit durch die meisten Kommunen in Deutschland nicht finanziert werden. Deshalb ist der Einsatz digitaler Medien meist mit einem hohen organisatorischen Aufwand für die Lehrer verbunden.

Unabhängig von der Diskussion, ob es aus pädagogischer Sicht sinnvoller ist, Schülerinnen und Schüler mit schuleigenen Geräten auszustatten oder dem „Bring-your-own-device“-Konzept zu folgen – ein funktionierendes WLAN-Netz würde theoretisch vieles vereinfachen und ist zumindest in der Hälfte der deutschen Gymnasien bereits vorhanden.

Das Vorhandensein eines WLAN-Netzes allein sagt jedoch nichts über die Qualität, den Umfang der Nutzung und die ausreichende Berücksichtigung von Sicherheits- und Datenschutzaspekten aus. Meist fehlt eine ausreichende Ausstattung mit Computern und Internetzugängen.

Der DigitalPakt#D

Eine Milliarde Euro will das Bildungsministerium pro Jahr ausgeben, damit Schüler digital lernen. Alle 40.000 Schulen in Deutschland sollen bis 2021 Breitbandanbindung und WLAN bekommen. Die Schüler sollen mit Tablets und Smartphones lernen. Das wurde mit dem sogenannten DigitalPakt#D 2016 angekündigt. Im Gegenzug versprachen die Länder, ihre pädagogischen Konzepte anzupassen und ihre Lehrer weiterzubilden.

Derzeit sieht es so aus, dass das Geld aus dem Fünf-Milliarden-Euro-Programm erst Anfang 2019 fließen wird. Denn zunächst muss die für den Digitalpakt Schule notwendige Grundgesetzänderung auf den Weg gebracht werden. Dies soll laut Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) noch vor der Sommerpause 2018 geschehen. Im Anschluss sollen in der aktuellen Wahlperiode bereits 3,5 Milliarden für den Digitalpakt Schule zur Verfügung gestellt werden.

Bürger wollen digitale Schulen

Der Wunsch nach digitalen Schulen findet nach einer repräsentativen Umfrage, die der Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben hat, auch in der Bevölkerung breite Zustimmung. So sind die meisten der Meinung, dass digitale Medien und Inhalte in Schulen deutlich stärker zum Einsatz kommen sollten. Für anschaulichen Unterricht, mehr Spaß und größeren Lernerfolg.

„Für Schüler sind digitale Medien längst Alltag, viele Schulen sind aber noch immer analoge Inseln. Kinder und Jugendliche müssen in der Schule Digitalkompetenz erwerben. Nicht jeder kann und muss später Programmierer werden, aber alle sollten wissen, wie digitale Technologien funktionieren, wie man sie einsetzt und gestaltet“*, äußert sich Bitkom-Präsident Achim Berg.

Schulen mit Vorbildfunktion

Im März diesen Jahres hat der Bitkom anlässlich der Bildungskonferenz 16 Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet als Smart Schools prämiert. Diese Schulen verbinden bereits digitale Infrastruktur, digitale Lerninhalte und pädagogische Konzepte. Die Smart Schools:

Baden-Württemberg:
Friedrich-Gymnasium, Freiburg
Drais-Gemeinschafts- und -Realschule, Karlsruhe
Rennbuckel-Realschule, Karlsruhe
Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim, Berufsbildende Schule

Bayern:
Staatliche Berufsschule 2, Aschaffenburg
Oskar-Maria-Graf-Gymnasium, Neufahrn

Berlin:
John-Lennon-Gymnasium

Hessen:
Neues Gymnasium Rüsselsheim

Niedersachsen:
Handelslehranstalt Hameln, Berufsbildende Schule
Waldschule Hatten, Oberschule

Nordrhein-Westfalen:
Erich-Gutenberg-Berufskolleg, Köln
Werner-von-Siemens-Gesamtschule Königsborn, Unna
Gymnasium Würselen

Rheinland-Pfalz:
Carl-Benz-Schule, Koblenz, Berufsbildende Schule
Balthasar-Neumann-Technikum, Trier, Technisches Gymnasium

Sachsen:
Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium, Döbeln

„Die ausgezeichneten Smart Schools demonstrieren, dass es in Deutschland eine Vielzahl an Schulen gibt, die sich mit tollen Ideen und Konzepten bereits auf den Weg in die digitale Zukunft gemacht haben. Daran können sich andere Schulen orientieren. Ziel ist, in den kommenden Jahren flächendeckend in ganz Deutschland Schülern die Möglichkeit zu geben, eine Smart Scholl zu besuchen“*, sagt Berg.

Und wie sieht das Konzept für ein gutes Schul-Netzwerk aus?

Eine störungsfreie Netzwerkarchitektur für Schulen braucht eine umfassend gut geplante Konzeption. Mit der Anschaffung und Installation eines Routers und einiger Access-Points ist es dabei nicht getan. Ein sinnvolles und sicheres Netzwerk für Schulen muss vielfältige Anforderungen erfüllen:

  • Ausreichender Datendurchsatz und Geschwindigkeit für gleichzeitige Nutzung durch viele Schüler
  • Angemessene Bandbreiten für unterschiedliche Einsatzzwecke
  • Schutz vor Missbrauch
  • Schutz vor jungendgefährdenden Inhalten
  • Mehrere geschützte Netzwerke
  • Content-Filter auch zur Lösung der Problematik

Darüber hinaus müssen Fragen zur Rechtssicherheit geklärt und das Netzwerk muss entsprechend strukturiert werden, bevor Investitionsentscheidungen für eine technische Lösung getroffen werden können.

Patentlösungen gibt es nicht. Jede Schule hat ein individuelles Anforderungsprofil in Abhängigkeit von räumlichen Gegebenheiten, soziokulturellem Hintergrund der Schüler und dem pädagogischen Konzept zur Digitalisierung. Und: Wie stellt man sicher, dass heute getroffene Entscheidungen auch in einigen Jahren noch den Anforderungen genügen?

Diese und alle weiteren Fragen zum Thema WLAN in der Bildung beantworten Ihnen unsere eWLAN® Vertriebsspezialisten. Weitere Informationen finden Sie hier ...

*Pressmitteilung Bitkom vom 19.03.2018