Digitales Lernen

Digitaler Unterricht: Deutsche Schüler bilden Schlusslicht

Im Zuge der Digitalisierung besteht in deutschen Schulen nach wie vor massiver Handlungsbedarf. Dies bestätigt auch der Bildungsmonitor 2018, der von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Mitte August 2018 veröffentlicht wurde.

Im erstmals vertieft untersuchten Bereich „Digitalisierung“ zeigt sich im internationalen Vergleich, dass Deutschland bei der Computernutzung an Schulen, bei den IT-Kompetenzen der Schüler und bei der Forschung Nachholbedarf hat. Dabei zeigt sich innerhalb Deutschlands ein qualitativ differenziertes Bild mit Stärken in Bayern und Baden-Württemberg und Schwächen in Schleswig-Holstein und den neuen Ländern – mit Ausnahme Thüringens. Das Spektrum reicht von Schulen, in denen Lehrer und Schüler Computer und digitale Möglichkeiten kaum bis gar nicht nutzen bis hin zu digitalen Vorzeigeschulen.

11,5 Schüler teilen sich einen Rechner

Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass das deutsche Schulsystem im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld landet. Rein rechnerisch müssen sich in Deutschland 11,5 Schüler der achten Klasse einen Rechner teilen. Aber selbst an Schulen, die gut mit digitaler Technik ausgestattet sind, wird diese laut Bildungsmonitor häufig nicht sinnvoll eingesetzt.

„Der demografische Wandel und die Digitalisierung stellen die Wirtschaft in Deutschland vor große Herausforderungen. Der erstmals im Bildungsmonitor beobachtete Rückschritt bereitet Sorge. [...] Für die Digitalisierung brauchen wir eine bessere Ausstattung der Schulen, mehr Lehrerfortbildung, mehr Austausch über innovative digitale Lehr- und Lernkonzepte und vor allem eine regelmäßige Überprüfung digitaler Kompetenzen der Schüler und ihrer Lehrer“, so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM.

Wer sich intensiver mit der Thematik „Digitalisierung im Bildungsbereich“ beschäftigen möchte, findet umfassende Informationen im eWLAN® Whitepaper „WLAN in der Bildung“.