WiFi4EU: 8000 Gemeinden bewerben sich um 120 Millionen für WLAN-Hotspots

Die EU-Kommission will den öffentlichen Raum mit kostenlosem WLAN versorgen. Dazu hat sie 2017 die Initiative WiFi4EU ins Leben gerufen. Mit ihr erhalten europaweit bis zu 8000 Gemeinden je 15.000 Euro, um Hotspots einzurichten. Diese sollen schon bald beispielsweise auf großen Plätzen, in Parks, Krankenhäusern, Museen und Büchereien zu finden sein.

Seit Ende März ist das Registrierungsportal WiFi4EU freigeschaltet. Hier können sich Städte und Gemeinden eintragen, um in der ersten von vier Bewerbungsphasen 1000 Gutscheine in Höhe von 15.000 Euro zu erhalten. Ab Mai können die registrierten Bewerber dann ihre Projektvorschläge einreichen, um einen der begehrten Voucher zu bekommen. Das Interesse ist groß. Bereits in der ersten Woche hatten sich 8790 Kommunen angemeldet.

Die Kommission achtet darauf, dass die Gutscheine geografisch ausgewogen verteilt werden. Das heißt, jedes teilnehmende Land soll mindestens 15 Gutscheine bekommen. Die Empfängergemeinden entscheiden dann selbst, an welchen Orten sie ihre Hotspots einrichten. Die entsprechende Technik können sie mit den Wertgutscheinen „kaufen“. Dabei ist es der EU-Kommission wichtig, dass die Netze, die über WiFi4EU finanziert werden, kostenlos und werbefrei sind und sich nicht an personenbezogenen Daten bedienen.

Von einem freien Internetzugang profitieren alle

Bewerben können sich Gemeinden und "Einrichtungen, die im Namen von Gemeinden handeln". Die Europäische Kommission hat dazu Listen der berechtigten Gemeinden veröffentlicht. Wer einen Voucher zur Einrichtung der offenen Hotspots erhält, muss den späteren Unterhalt und die Wartung jedoch aus eigener Tasche bestreiten. Dazu verpflichten sich die Kommunen für mindestens drei Jahre.

Dafür erhält die Region aber auch die Möglichkeit, attraktiver zu werden. Denn von der kostenlosen Bereitstellung eines öffentlichen Internetzugangs profitieren ansässige Unternehmen ebenso, wie Behörden und kulturelle Einrichtungen. Stellt die jeweilige Gemeinde ein gut durchdachtes Konzept auf, lassen sich werbende und informative Webinhalte von Bürgern und Touristen nutzen.

Wie kann man die Fördergelder beantragen?

Registrierungsphase: Seit dem 20. März 2018 können sich Städte und Gemeinden auf dem www.WiFi4EU.eu Portal anmelden. Wichtig ist, dass sich hier auch die Unternehmen registrieren, die später mit der Installation der Hardware beauftragt werden möchten.

Bewerbungsphase: Mitte Mai werden die registrierten Gemeinden aufgefordert, sich um ein erstes Los von 1000 WiFi4EU-Vouchern zu bewerben. Vergeben werden die Gutscheine dann in der Reihenfolge des Eingangs.

Zuteilungsphase: Die Kommission gibt die 1000 Gemeinden bekannt, die Mittel im Zuge der ersten Aufforderung zur Bewerbung erhalten. Dabei wird die geografische Ausgewogenheit gewahrt. So erhält jedes teilnehmende Land mindestens 15 Gutscheine.

In den kommenden zwei Jahren werden vier weitere EU-Aufforderungen zur Bewerbung veröffentlicht.

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